Portfolio

NEVROTICI METROPOLITANI: NATIVITY

Assisi 2009

Die Gestalten von Metzler laufen um sich selbst zu finden, sie fühlen ihren Atem und jeden Schritt.
Sie gehen, fühlen das Gewicht ihrer Gedanken.Dann halten sie an, sie scheinen sich gefunden zu haben, das Nichts ist da, nur ein paar Schritte entfernt.In dieser Stille geschiet das Wunder. Sie bewegen sich.Jeder von Metzler’s Stadtmenschen, erfindet einen Raum, der vorerst nicht da war ,um einen Traum einzufügen, ein Moment der Ruhe. Der Raum ist das grosse Museum des Lebens, das nur bereit ist Intelligenz und Schmerzen einzuladen.
Aber in Assisi siegen sie über die Leere, durch einer räumlichen Ordnung,eine Idee von Reinheit .Der Raum von Weihnachten wartete dort auf Sie. Unsere Intuition ermöglicht die visuelle Wahrnehmung von Körpern, die eine Raumweite aus Punkten, Linien und Ebenen besetzen: Sie zwingt uns zum Nachdenken. Jeder Charakter lebt ein Moment der Lebendigkeit in dieser Komödie der Kunst, in der jeder sich der Welt neu bieten will und dabei durch den umgebenden Chaos die Verkörperung eines neurotischen Phänomens entstehen lässt.
Die Gestalten halten an, sie bezwecken die Stille des Künstlers. Sie dringen in unser Leben als Symbole für eine neurotische und erforderliche Fehlanpassung ein. Dies ist das was zwangsläufig in unserer heutigen Welt passiert.
Dies ist die dominante Realität: der Mensch geht mit seinem Koffer voller Enttäuschungen, zum Bahnhof (in Mailand) oder zur Sicherheit (in Assisi) .Die Neurotiker sind bereit, auf der Bühne vor einem Kind zu stehen. Sie sind alle zusammen, auch der Mann in Grau,der ueber den Platz schreitet. Der Platz wird zur Stadt und Welt. Jeder versucht sich selbst zu finden, sein eigenes Licht, der rote Koffer oder das blaue Kleid,das weiße Kleid, die gespannten Arme, die Helligkeit des Aluminiums. Gehen Sie oder kommen Sie? Die Neurose im Herz und im Kopf. Die Ausstellung die Metzler präsentiert besteht auf Tradition,erzählt aber eine Geschichte unserer Tage. Eine komplexe und feine Kunst für eine Übung des Gedankens. Unsere Patienten sind alle hier, wunderschön und einsam.
Sie konnen nur durch ein Wunder gerettet werden.
Dino Carlesi (poet 1919-2010)